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Mini-Workshop
Das eigene Weblog mit WordPress

WordPress.jpgHaben Sie schon einmal mit dem Gedanken gespielt, ein eigenes Weblog zu führen? Ihre Erlebnisse aus dem Schulalltag mit anderen zu teilen? Zum Spaß oder zwecks Gedankenaustauschs mit Kolleginnen und Kollegen? Der Weg zum eigenen Blog ist gar nicht so schwierig! Unser Mini-Workshop verrät, wie Sie zu Ihrem Web-Tagebuch kommen.

Ein sehr bekanntes Weblog, das aus dem Schulalltag berichtet, ist das Lehrerblog von Thomas Rau. Aus dem „Lehrerzimmer“ erfährt man Amüsantes und Nachdenkliches, Alltagsbetrachtungen und Erfahrungen des Schullebens: Damit schaffte es das Weblog auch schon in die Berichterstattung diverser Nachrichtenmagazine wie „Die Zeit“.

Thomas Rau hat mittels seines Weblogs eine beachtliche Schar von Leserinnen und Lesern gewonnen – und hier sind wir schon beim Geheimnis eines guten Blogs: Es reicht nicht, Inhalte bereitzustellen, ein Weblog will auch „beworben“ werden – wenn im eigenen Blog auf andere interessante Blogs hingewiesen wird, steigt die Chance einer Rückverlinkung und somit die Chance, neue Besucherinnen und Besucher zu gewinnen.

Wir wollen uns hier mit der Einrichtung eines einfachen Weblogs beschäftigen. Einer der führenden Weblog-Anbieter ist mittlerweile „WordPress“. Dabei handelt es sich um eine Open-Source-Software (mehr über Open Source können Sie in der April-Ausgabe 2006 unseres Newsletters nachlesen.

Registrieren

Steuern Sie die Adresse www.wordpress.com an und klicken Sie dort auf „Anmelden“. (Dazu sollten Sie zuvor als „Bevorzugte Sprache“ „Deutsch“ wählen. Andernfalls erscheint das englische „Sign up“.)

wordpress1.jpg

Nun wählen Sie einen Benutzernamen aus. Dieser ist dann auch gleich Ihre Adresse! Geben Sie Ihre korrekte E-Mail-Adresse an: Sie erhalten an diese ein Passwort zugeschickt!
Wählen Sie auch den Radiobutton „Gib mir ein Blog! (z.B. benutzername.wordpress.com)“ und nicht den anderen!

Im nächsten Fenster werden Sie nach dem Blogtitel gefragt: Dies ist der Titel des Blogs und erscheint quasi als Überschrift – ist aber nicht die Adresse! Letztere lautet eben: Benutzername.wordpress.com.

Bis Sie die E-Mail mit dem Passwort erhalten, kann es schon eine Weile dauern ... In der Zwischenzeit könnten Sie Ihr Profil aktualisieren. Es ist durchaus sinnvoll, richtige und vor allem viele Angaben zu machen, soll es doch ein Ziel sein, Personen mit ähnlichen Interessen und einem ähnlichen Nutzerprofil kennenzulernen ... Sie können sich die Wartezeit aber auch vertreiben, indem Sie mittels Blog-Suchmaschinen nach anderen Blogs suchen und darin schmökern.
Da wäre zum einen die Suchmaschine „Technorati“: http://technorati.com/

wordpress2.jpg

Geben Sie in das Suchfenster doch einmal folgende Schlagworte ein: „Unterricht Internet E-Learning“ – auch hier gilt, wie bei jeder Suchmaschine: Mehr Begriffe führen zu exakteren Ergebnissen. Die Suchmaschine durchsucht sämtliche Blogs nach diesen Schlagworten – hier kann es leicht sein, dass Sie sofort Menschen mit ähnlichen Interessen finden.

Eine andere Suchmaschine kommt (wie nicht anders zu erwarten war :-) von Google: http://blogsearch.google.de/

wordpress3.jpg

Obwohl die Suchmaschine schon seit einiger Zeit noch in der BETA-Version läuft, bringt sie hervorragende Ergebnisse.

Nach fast einer halben Stunde (es kann auch länger dauern, also keine Angst!) ist die E-Mail mit dem Aktivierungslink da. Nach Anklicken des Links öffnet sich ein Fenster mit Ihren Benutzerdaten – ein Passwort wurde generiert.

Mit diesen Daten können Sie sich nun einloggen und gelangen auch schon zu Ihrer Seite. Hier ein Screenshot des e-LISA academy-Blogs:

wordpress4.jpg

So sollte Ihr Weblog auch aussehen.

Nun ist ein wichtiger Schritt getan, nur: Jetzt geht’s erst richtig los. Das eigene Blog ist vorhanden (Weblog und Blog sind übrigens zwei Bezeichnungen für dieselbe Sache!)

Das Erste, was Sie nun machen sollten, ist: das Passwort ändern. Gehen Sie dazu auf „Edit Profile“. Den Link finden Sie oben links:

wordpress5.jpg

Im sich nun öffnenden Fenster finden Sie ganz unten den Bereich „Aktualisiere dein Passwort“ – geben Sie hier Ihr neues Passwort ein.

Nun löschen Sie das Standard-Posting „Hello world!“ Dazu gehen Sie auf „My Dashboard“:
 
wordpress6.jpg

... und klicken auf den Link „Beiträge“:

wordpress7a.jpg 

In dem sich öffnenden Fenster sehen Sie die Beiträge in Ihrem Weblog. wordpress8.jpgSie können jetzt über den Button Löschen (er befindet sich ganz rechts neben jedem Beitrag) den Beitrag mit dem Title „Hello World“ löschen.


Der eigene Beitrag

Nun ist das Weblog vollkommen leer. Um einen ersten Beitrag zu verfassen, gehen Sie wie folgt vor. Wählen Sie den Navigationspunkt „Schreiben“:

wordpress9.jpg
 
Nun haben Sie einen Editor zur Verfügung, mit dem Sie Ihren ersten Beitrag verfassen können. Laden Sie dazu auch gleich ein Foto hinauf.

Dazu klicken Sie im Bereich unterhalb des Editors auf den Button „Durchsuchen“:

wordpress10a.jpg

Nun können Sie Ihre Festplatte nach bestimmten Dateien (z.B. Bildern) durchsuchen und diese durch Drücken des Buttons „Hochladen“ auf den Server von WordPress hochladen. Sobald das geschehen ist, erscheint der Button „Zum Editor senden“: So können Sie ein Bild in Ihr Posting einfügen.

Wenn Sie den Beitrag veröffentlichen wollen, vergessen Sie nicht, den Button „Veröffentlichen“ anzuklicken. Der Button „Speichern“ speichert zwar den Beitrag, er wird jedoch dadurch nicht publiziert!

Der erste Beitrag mit Bild ist also geschafft:

wordpress11.jpg

Nun möchten Sie vielleicht das Erscheinungsbild Ihres Blogs verändern. WordPress stellt eine Reihe von „Themes“ zur Verfügung. Gehen Sie dazu auf den Menüpunkt „My Dashboard“ =>„Themes“. Hier finden Sie eine Reihe von „Skins“ – also Häute, die Sie Ihrem Blog „überziehen“ können. Ein Klick auf das jeweilige Theme genügt, und Ihr Blog hat schon ein anderes Aussehen. Wir bleiben jedoch einmal bei der Standarddarstellung „Kubrick 1.5“.

Widget

Das Wort Widget ist eine Kreation aus „Window“ und „Gadget“. Widget bedeutet auch „das Dingsbums“. In unserem Fall bezeichnet Widget verschiedene Tools, die in der Sidebar des Blogs angezeigt werden.

Klicken Sie auf den Menüpunkt „My Dashboard“ =>„Themes“ und dann auf „Widgets“:

wordpress12a.jpg
In dem sich nun öffnenden Fenster können Sie Ihre Sidebar anordnen. Ziehen Sie einfach aus dem unteren Pool an Tools eines nach oben – z.B. den Kalender. Wenn Sie nun auf „Änderungen speichern“ gehen, haben Sie den Kalender in Ihrer Sidebar. Klicken Sie jetzt auf „Seite ansehen“ (dieser Punkt befindet sich ganz oben, neben dem Namen des Blogs!) – und schon haben Sie auf der Seite Ihres Blogs einen Kalender:

wordpress13.jpg

Damit wären einmal die wichtigsten Schritte erklärt. WordPress bietet eine ganze Fülle an Möglichkeiten. Sie können sich die Software auch herunterladen und auf Ihrem Server installieren. Dadurch haben Sie das gesamte Spektrum an Änderungsmöglichkeiten zur Verfügung. Das würde jedoch den Rahmen dieser Einführung sprengen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Bloggen und beim Erforschen der Software!

(pea)

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