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Ausstieg aus Web 2.0 oder
der „digitale Selbstmord“

Die Zeiten, in denen Leute, die ihre Freunde im Internet suchten, als schrullig galten, sind lange vorbei. Im Gegenteil: Heute ist man ohne Account bei facebook, StudiVZ oder xing schon eine Ausnahmeerscheinung, und die meisten Userinnen und User können sich eine Existenz abseits dieser Portale kaum noch vorstellen. Ob und wie man ohne Mitgliedschaft – also quasi nach einem digitalen Selbstmord – dennoch überleben kann, berichtet Spiegel Online.

Tipp_digitaler_Selbstmord_header.jpg

Nachrichten und Seitenaufrufe checken, Kontakte pflegen, Profile aktualisieren – auf xing, StudiVZ und facebook möchte sich jeder möglichst von seiner Zuckerseite präsentieren, am PC zu erledigende Arbeiten bleiben dabei dann meist auf der Strecke.

In einem Selbstversuch hat Frauke Lüpke-Narberhaus bewiesen, dass sich nach einem anfänglichen Schock nach dem Löschen der Accounts trotzdem nicht allzu viel ändert – die echten Freundschaften bleiben bestehen. Das Löschen der Accounts war jedoch nicht nur bezüglich der Aufrechterhaltung der Sozialkontakte eine Herausforderung, sondern die User werden auch technisch auf die Probe gestellt: Es ist nämlich gar nicht so einfach, die Daten unwiderruflich und endgültig zu löschen. Bei facebook und StudiVZ wird hartnäckig nach den Gründen für den Ausstieg gefragt, und StudiVZ versammelt zu guter Letzt noch einmal alle Bekannten, die einen ab sofort vermissen werden.

Der Ausstieg wird aber kein Einzelfall bleiben, denn nach einer datenschutzrechtlich fragwürdigen Änderung der AGBs von StudiVZ betreffend der geplanten Personalisierung der Werbung, kehrten viele Studierende dem Portal den Rücken zu. Auch sie werden mit den „Entzugserscheinungen“ vermutlich ganz gut zurechtkommen.

Den Bericht von Frauke Lüpke-Narberhaus finden Sie unter http://www.spiegel.de/unispiegel/
wunderbar/0,1518,532070,00.html


Links:
www.studivz.net
www.facebook.com
www.xing.com

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