eLSA, die gute Schulfee. Oder: Wie Schule allen miteinander mehr Spaß machen kann
Es klingt fast wie im Märchen. Oder was hielten Sie davon, wenn Ihnen jemand versprechen würde, dass durch die Einführung einer neuen Unterrichtsmethode Schülerinnen und Schüler Sie plötzlich um mehr Übungsbeispiele und weitere Projekte bitten würden, weil es einfach so viel Spaß macht?
Seit 2002 gibt es nun das Projekt eLSA – „eLearning im SchulAlltag“. Den Anfang genommen hat es in den Unterstufen von vier Gymnasien. Mittlerweile setzen österreichweit um die 50 Gymnasien das E-Learning im Schulalltag um. Denn genau darauf kommt es bei eLSA an: eine neue Methode des Unterrichtens. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Sich auf das Abenteuer eLSA einzulassen, ist mit nicht unbeträchtlichem Aufwand verbunden: Zwei bis drei Jahre muss eine Schule, müssen die Lehrkräfte an einer Schule mit einem vermehrten Einsatz rechnen. Aber der macht sich durch neue Qualitäten des Unterrichtens und Lernens bezahlt. Und er amortisiert sich auch, sobald man seine Gewohnheiten umgestellt hat, durch vermehrten Zeitgewinn beispielsweise für individuelle Schülerbetreuung und insbesondere – das wurden die erfahrenen eLSA-Lehrkräfte nicht müde zu betonen – durch den vermehrten Spaß der Schülerinnen und Schüler an diesem neuen Lernen. Im O-Ton: „Erleichterung beim Lernen; mehr Spaß; interaktive Übungen; höhere Motivation; Abwechslung im Unterrichtsalltag; Lernen wird spannender; Konzentrations- und Kommunikationsförderung.“
Das Bildungshaus Seggau in der südlichen Steiermark war vom 28. bis zum 30. September der passende Rahmen für eine Konferenz, in deren Rahmen mehr als 100 Lehrkräfte und Schulleiter aus ganz Österreich ihre Erfahrungen mit eLSA ausgetauscht haben. „Erfahrungsaustausch“ ist ein etwas dürres Wort für das, was sich da in der südlichen Steiermark tatsächlich abgespielt hat. Oder mit den Worten von MR Helmut Stemmer, BMBWK, dem Projektleiter von eLSA, gesagt: „Man muss es einfach erleben und begreifen.“ Unterm Strich: Wer’s versäumt hat, hat etwas versäumt.
Im Dossier des nächsten e-LISA academy Newsletters im November gibt es allerdings für alle, die nicht dabei waren (und auch für alle, die dabei waren ;-), eine ausführliche Projektbeschreibung und Tagungsnachlese sowie die detaillierten Evaluationsergebnisse von eLSA durch Prof. Schratz von der Universität Innsbruck.
Mehr zu eLSA: http://eLSA.schule.at
Sehr erfreulicher Nachsatz: Derzeit laufen ernsthafte Bestrebungen, auch Hauptschulen ins eLSA-Programm mit aufzunehmen.
(nat)
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