Google kauft sich bei AOL ein
Die größte Suchmaschine expandiert immer weiter: Neben dem Angebot eigener Dienste wie Google Earth, Blogger.com oder dem Maildienst Gmail steigt Google immer häufiger in andere renommierte Internetfirmen ein, wie dem größten Internetprovider America Online (AOL).
Google ist mit dem AOL-Besitzer Time Warner handelseinig geworden und erwirbt ein fünfprozentiges Aktienpaket mit einem Wert von ca. einer Milliarde Dollar – zum Leidwesen von Microsoft, da die Redmonder schon beinahe handelseinig über einen Einstieg bei AOL waren, bevor ihnen Google in letzter Minute zuvorkam.
Im Gegenzug platziert AOL Werbebanner im Wert von 300 Millionen Dollar auf der Google-Suchseite.
Entgegen der alten Google-Regel, nur optisch unaufdringliche Textkästen als Werbung zuzulassen, wird es durch das neue Abkommen mit AOL nur so blinken und flackern – Bilder und animierte Grafiken sollen ab nun auf dem Userinterface der Suchmaschine zugelassen sein.
Die Expansion und zunehmende Marktbeherrschung von Google löst immer mehr Misstrauen aus. Allein die Tatsache, dass Google 80% aller Suchanfragen (im deutschen Sprachraum) verarbeitet, belegt eine Monopolstellung, die viele zu dem Schluss verleitet, dass „Dinge, die nicht mit Google zu finden sind, nicht existieren“.
Das neueste Geschäft mit AOL wird jedenfalls in der Community heftig diskutiert:
z.B. auf http://slashdot.org/articles/05/12/21/0111214.shtml
„Don´t be evil“ lautet das häufig zitierte Motto von Google – wie lange dieses noch gültig sein wird, darüber grübeln mittlerweile schon viele Internetuser.
(pea)
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