e-LISA academy: Newsletter
Login
schule.at öffneneduhi.at öffnen
Kontakt |  Suchen (Beta) |  Ausdrucken |  Weiterempfehlen
Podcast
  Juni 2009
  Mai 2009
  April 2009
  März 2009
  Jänner 2009
  Dezember 2008
  November 2008
  Oktober 2008
  September 2008
  Juni 2008
  Mai 2008
  April 2008
  März 2008
  Jan/Feb 2008
  Dezember 2007
  November 2007
  Oktober 2007
  September 2007
       Editorial
       Seminarkatalog 07/08
       Abo Umtausch
       Edumoodle 1.8.2
       Sommerakademie 07
       Konferenzzimmer
       eLearningtag
       LERN m:IT
       Moodlen in Kärnten
       Praxisbuch
       Literatur 2.0
       polis Newsletter
       Oekolog
       mobile classroom
       Lesetipp
       FutureLearning
       Vermoodlet euch!
       Lehrerbildung 2.0 / 1
       Lehrerbildung 2.0 / 2
       Kolumne
       Rezension
       Kleinanzeigen
       You Tube
       Classroom 2.0
       Avantgarde
       Jing
  Juni 2007
  Mai 2007
  April 2007
  März 2007
  Jänner 2007
  Dezember 2006
  November 2006
  Oktober 2006
  September 2006
  Juni 2006
  Mai 2006
  April 2006
  März 2006
  Jänner 2006
  Archiv 2005-2010
  Bestellinfo

Dieser Artikel zum Anhören audio_logover225px.jpg mp3 (3 MB)

Kugler / Schrack / Gröstenberger / Dorninger: Konstruktivismus in der Berufsbildung. Neue Wege des Lernens mit elektronischen Lernumgebungen

Rezension„Die Berufsbildung ist für konstruktivistische Lernansätze geradezu prädestiniert“ – so Sektionschef Mag. Theo Siegl (Berufsbildendes Schulwesen) im Vorwort der kürzlich im Jugend & Volk Verlag erschienenen Publikation. Wie sich konstruktivistisches Lernen in elektronischen Lernumgebungen in den Bereichen Fremdsprachenunterricht, Mathematik, Informatik und in Wirtschaftsfächern gestalten kann und wo der Mehrwert des Lernens mit Neuen Medien in der Berufsbildung liegt, wird in der 112 Seiten umfassenden Publikation kompakt und anschaulich beschrieben.

(koa) Gegliedert in zwei Abschnitte befasst sich das Buch bzw. Büchlein, wie Mag. Siegl es nennt, im ersten Kapitel äußerst präzise und auf den Punkt gebracht mit den Grundlagen des Konstruktivismus in der Berufspädagogik. Im zweiten, umfangreicheren Teil wird auf die Verwirklichung der in Abschnitt 1 dargelegten Ansätze in vier exemplarischen Gegenstandsbereichen der Berufsbildung eingegangen.

Dass das Lernen mit den Neuen Medien aus der Berufsbildung nicht mehr wegzudenken ist, ist mittlerweile unumstritten. Dr. Christian Dorninger streicht als maßgebliche These der Publikation sogar hervor, dass „realitätsnahe, berufsorientierte pädagogische Arrangements alle Formen der elektronisch unterstützten Kommunikation und des „Blended Learnings“ aufweisen müssen, um einer notwendigen Realitätsnähe entsprechen zu können.“ (S. 18) Mit den Begriffen E-Learning und Blended Learning wird jedoch keinesfalls eine Substitutionsstrategie oder Einsparung von Ausbildungsstunden verfolgt. Ganz im Gegenteil, der Medienwechsel im Unterricht und bei der Heimarbeit führt durch die unterschiedliche mediale Aufbereitung und die Möglichkeit des eigenständigen, sozialen, kollaborativen Lernens zu einem klaren Mehrwert im Lernprozess. Authentische Aufgabenstellungen, anregende, klar strukturierte Lernumgebungen (es versteht sich von selbst, dass technische Hilfsmittel auch einwandfrei funktionieren müssen) und gelebte, durch die Lehrkraft geförderte LernerInnenautonomie tragen natürlich einen wesentlichen Teil zum Lernerfolg bei.

Eine Umstellung des Unterrichts in Richtung Blended Learning kann klarerweise nicht von heute auf morgen erfolgen, dies wird von Seiten der AutorInnen auch nicht verlangt. Vielmehr wird eine stufenweise Integration der Neuen Medien in den Unterricht empfohlen, von inhaltlichen und ergänzenden Aktivitäten (Internet-Recherche, Verwendung von E-Mail, ...) bis hin zur Arbeit mit virtuellen Lernplattformen. Konkrete Beispiele für diese Unterrichtsaktivitäten und vom AutorInnenteam selbst erprobte Blended-Learning Sequenzen werden im zweiten Teil des Buches beschrieben. Vom Präsentieren der Übungsfirma im Englischunterricht bis hin zur Differentialgleichung im Mathematikunterricht oder dem Umgang mit einer Mängelrüge in einem Wirtschaftsfach, werden zahlreiche Einsatzmöglichkeiten genannt, und es wird auch auf Punkte hingewiesen, auf die man bei der konkreten Umsetzung der Beispiele besonders achten muss. Neue Formen der Leistungsbeurteilung wie zum Beispiel der Verwendung eines ePortfolios werden natürlich auch thematisiert.

Kurz gesagt, „Konstruktivismus in der Berufsbildung. Neue Wege des Lernens mit elektronischen Lernumgebungen“ ist ein unverzichtbarer Leitfaden für Lehrerinnen und Lehrer an berufsbildenden Schulen (aber nicht nur!), die sich für ihren Blended Learning Unterricht wichtige Grundlagen, praktische Beispiele und neue Anregungen holen möchten.

Michael Kugler, Christian Schrack, Eva Gröstenberger, Christian Dorninger: Konstruktivismus in der Berufsbildung. Neue Wege des Lernens mit elektronischen Lernumgebungen. Verlag Jugend & Volk GmbH, Wien 2007

(koa)

Ein Service von Education Group in Kooperation mit Projekt Onlinecampus Virtuelle PH