Klingt doch wirklich spannend, innovativ und interessant. „Da melde ich mich an!“, dachten sich sehr viele Personen, und so wurde das Angebot erweitert und erweitert und erweitert und...
Nicht wirklich verwunderlich, dass einige der teilnehmenden Personen ihre Erfahrungen während dieser Reise dokumentiert und aufgeschrieben haben. Eine Zusammenfassung dieser Reiseberichte können Sie in den folgenden Abschnitten nachlesen.
Schön langsam treffen die Teilnehmer beim Start ein. Zwölf sollten es insgesamt werden. Es ist auch wirklich nicht notwendig, dass alle gleichzeitig mit der Route beginnen, jeder kann den für sich optimalen Zeitpunkt selbst festlegen. Jeder bekommt dieselben Informationen und Anleitungen von der Reisebegleitung zur Verfügung gestellt. Das wesentliche Kriterium ist, das vorgegebene Ziel zu erreichen. Die Route selbst wird nicht vorgegeben, es werden lediglich verschiedene Teiletappenziele festgelegt. Damit das jedem Teilnehmer gelingen kann, werden jeder Person dieselben Hinweise mitgeteilt. Auch die Angaben der Teiletappenziele sind für alle Teilnehmer dieselben.
Kurz und gut, alle erhalten dieselben Informationen und dieselben Angaben, um die Teiletappenziele und den gewünschten Zielort zu erreichen. Die Entscheidung, ob man alleine oder in einer Gruppe die Route absolvieren möchte, bleibt den Teilnehmern selbst überlassen.
Es ist interessant zu beobachten, wie die einzelnen Personen agieren: Manche starten sofort alleine mit ihrer Tour, andere wiederum lesen sich die Hinweise und die Angabe des konkreten Etappenziels genau durch und starten erst dann. Jetzt gilt es, Abschnitt für Abschnitt zurückzulegen und zu bewältigen.
Versucht man es allein? Berät man sich mit den Teammitgliedern? Steuert man selbst eigene Ideen zur Routenplanung bei? Hört man die Ratschläge anderer nur am Rande mit? Ist man lieber Einzelkämpfer?
Zu Beginn versuchen beinahe alle, im Alleingang den richtigen Weg zu finden – schließlich will man sich keine Blöße geben, man will die Teammitglieder nicht belästigen, man kennt einander ja noch nicht und kann die Reaktionen der einzelnen Personen nicht abschätzen. Aber das ist mühsam! Jeder will doch dasselbe Ziel erreichen – vielleicht doch einmal die anderen fragen? Schritt für Schritt, von Etappe zu Etappe beginnen die einzelnen Gruppenmitglieder ein Team zu bilden – bis auf einige Ausnahmen, die sich lieber weiterhin alleine vorwärtskämpfen. Diejenigen, die sich zu einer Gruppe, zu einem Team formiert haben und untereinander wertvolle Hinweise, Tipps und Möglichkeiten ausgetauscht, weitergegeben und einander geholfen haben, kommen problemlos von einem Teiletappenziel zum nächsten und haben außerdem nebenbei noch Zeit, einander persönlich besser kennenzulernen und Freundschaften zu schließen. Nach vier Wochen hat das Team gemeinsam sein Ziel erreicht und kann sich ganz dem gemütlichen Beisammensein widmen.
Und die Alleingänger? Die werden immer unzufriedener. Die richtige Route zu finden, wird immer schwieriger und die Gruppe ist bereits außer Reichweite – man kann nicht einmal mehr ihr Gespräch verfolgen und wichtige Informationen und Ratschläge aufschnappen und für sich selbst verwerten. Aber man schafft es trotzdem! Der Weg war zwar etwas mühsam, doch das spielt keine Rolle; das Ziel ist erreicht, aber hart war es, zeit- und kräfteraubend außerdem. Eigentlich wäre es besser gewesen, sich der Gruppe von Anfang an anzuschließen und mit allen Reiseteilnehmern gemeinsam die geeignete Route zu suchen, zu finden und zurückzulegen.
Nach vier Wochen sind letztendlich wirklich alle auf die eine oder andere Art und Weise am Reiseziel mehr oder weniger zufrieden angelangt. Wirklich alle? Es sind hier doch nur zehn Personen! Na gut, zwei der angemeldeten Teilnehmer dürften wohl das großzügige Angebot, keine Stornogebühren bezahlen zu müssen, ausgenutzt und die Reise erst gar nicht angetreten haben. Auch eine Möglichkeit!
Wer hat von dieser Tour wohl am meisten profitiert? Was denken Sie?