FutureLearning ahead
Am 2. Oktober wurde die neue BMUKK-Strategie FutureLearning im Dachgeschoss des Juridicums in Wien präsentiert. E-Learning soll integrativer Bestandteil des Lernalltags werden. Die Gesamtdokumentation der Veranstaltung finden Sie unter http://www.schule.at/index.php?url=news&news_id=4517
Zwei Keynotes – sechs Themeninseln. Ein Stelldichein des Who's who des schulischen E-Learnings in Österreich. Ein Wermutstropfen (Bundesministerin Schmied musste auf Grund eines privaten Begräbnisses kurzfristig ihre Anwesenheit absagen). Und gute Aussichten fürs schulische E-Learning in der nächsten Zukunft.
Finanziell vorerst einmal bis Ende 2008 abgesichert, formuliert die österreichische FutureLearning-Strategie, vorgestellt von SC Heidi Strohmeyer und Dr. Christian Dorninger , Ziele und Benchmarks bis ins Jahr 2010. FutureLearning ist perspektivisch ein integratives Konzept. IKT wird dabei als Treiber der Schulentwicklung erkannt und genützt. Bemerkenswert in diesem Kontext der folgende Satz aus dem die FutureLearning-Strategie flankierenden eContent-Masterplan: „eLearning sollte ebenfalls bis 2010 nachweislich zu den Kompetenzen bereits im Dienst befindlicher Lehrkräfte und Schulmanager gehören.“ Damit ist eigentlich alles Wesentliche schon gesagt: FutureLearning bedeutet, pädagogisch orientierte IKT-Kompetenz und -Anwendung sinnvoll und zweckmäßig in den Unterrichtsalltag zu integrieren. Gewisse hypemäßige Entwicklungen wie die „edumoodlemania“ (© Christian Dorninger), Web 2.0, das „Mitmachweb“, Outsourcing-Initiativen, die die Schulen finanziell und personell entlasten, kommen da gerade recht, um Anliegen wie eGovernement oder die Förderung des kreativ-künstlerisch-kulturellen Bereiches zu unterstützen. Die Ziele von FutureLearning im Einzelnen:
- eContent und mittelfristige IT-Dienstleistungen für den gesamten Unterricht
- Social Software
- Neue Geräte – neue Initiativen
- Lehrerfortbildung
- Ausstattungsrichtlinien und Ausstattungsinitiativen
- Bildungangebote für Berufstätige
- Abbau von Barrieren
- Qualitätsprojekte an Schulen und integrativer IT-Einsatz
- Künstlerisch-kreative Projekte
Hörenswert auch die Keynote von Claudio Dondi , einem italienischen E-Learning-Experten, zum Thema „Innovation of Learning systems: which implementation strategies between high speed thought and low speed institutions?” Eine Schlüsselerkenntnis in Sachen E-Learning ist mittlerweile zweifellos, dass es nicht den Tatsachen entspricht (ja sinnlos wäre), von „dem“ E-Learning zu sprechen. Viel eher bringt man die komplexe Wirklichkeit mit der Metapher der „eLearning Territories“, die Dondi unter anderem vorstellte, in ein entsprechendes Bild. Mit anderen Worten: Je nach Kontext und je nach Zielsetzung braucht es eine maßgeschneiderte Lösung.
Claudio Dondis Metapher der „eLearning Territories“
Anschließend wurden im Rahmen von sechs Themeninseln Best-Practice-Projekte und Initiativen vorgestellt, die Lust machen sollten, sich auf das Lehren und Lernen mit neuen Medien einzulassen, und einen Überblick vermitteln, was bereits an Projekten und Initiativen vorhanden ist. Im Rahmen des Abschlussplenums standen dann die Projektverantwortlichen aus dem BMUKK dem Publikum Rede und Antwort.
Zum Nachlesen:
(nat)
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