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Einst „Helpi“ – heute LehrerIn

Die mittlerweile vierte Helpdesk-Generation arbeitet heute im Büro in der Schulerstraße. Nicht überraschend, geht man als Studierende/r einem Nebenjob in der Regel nicht länger als 2-3 Jahre nach. Und driften die „Helpis“ nicht zu einem Vollzeitjob bei e-LISA academy ab (dies soll auch schon vorgekommen sein ;-), landen die meisten von ihnen früher oder später dort, wo sie sich hin berufen fühlen: in der Schule! Zwei unserer ehemaligen Helpdesk-Mitarbeiterinnen, Bettina Matzl und Stefanie Thaler, erzählen von ihren Erfahrungen als frischgebackene Lehrerinnen.


Bettina Matzl

Dossier_Bettina.jpgWas ich mache:

Seit einem Jahr unterrichte ich im Privatgymnasium Infinum (Institut für Neue und Individuelle Unterrichtsmethoden) Französisch, zurzeit mache ich außerdem in zwei Handelsakademien mein Unterrichtspraktikum.
Klassen: Ober- und Unterstufe in der Privatschule, Anfängergruppen in den HAKs. Nebenbei schreibe ich Beiträge für den Newsletter und helfe beim Helpdesk aus.
Was ich mag: vor allem viel Sport!

Studium: Diplomstudium Französisch / Publizistik, dann Lehramtsstudium Französisch / Italienisch

Zu meiner Schulzeit wurden bei uns Computer außer im EDV-Unterricht (der aus GW-Basic-Programmieren bestanden hat) überhaupt noch nicht im Unterricht verwendet (ich habe 1996 maturiert). Auch Internetanschluss hatte ich damals noch nicht, daher waren auch die Recherchen mühsamer. Lernplattformen z.B. kenne ich erst aus der Uni-Zeit, und die waren auch keine Erleichterung, so musste man sich etwa alle 30 Minuten neu einloggen und der ganze Text war weg etc.

Ich fand den Unterricht damals trotzdem gut, in Französisch arbeiteten wir z.B. mit einem riesigen Diaprojektor, der Bilder mit Kommunikationssituationen zeigte, zu denen wir Dialoge auswendig lernen mussten – so etwas wäre heute undenkbar, obwohl sich ja eigentlich inhaltlich wiederum nicht so viel verändert hat. Heute sind wir wieder bei einem situativen Ansatz, d.h., die Lernenden sollen in der Fremdsprache Kommunikationssituationen bewältigen und in der Fremdsprache „denken“ (ich spreche sogar mit meinen Anfängern nur Französisch).

Im Unterricht selbst verwende ich heute, sofern das möglich ist, gerne das Internet, stelle Rechercheanleitungen mit Arbeitsaufträgen zusammen (fremdsprachige Seiten sind gerade für Anfänger oft eine Herausforderung) – Problem dabei: Nicht jeder hat Internet zuhause (daher auch z.B. Moodle schwierig), und wenn es keine Notebook-Klasse ist, steht ein ziemlicher Organisationsaufwand dahinter. Den Schülern machts aber meist Spaß, die Gefahr sind natürlich diverse Spiele im Internet – der Vorteil dabei: Man sieht gleich, wer nicht mitmacht. Prinzipiell aber ist mir wichtiger, die Lernenden zum Sprechen zu bringen, denn Internetrecherchen können sie daheim auch machen. Super sind natürlich diverse Seiten mit Online-Übungen, die gebe ich den Schülern an, damit sie daheim selbstständig üben können. Bemerkenswert dabei: Oft sind diese Übungen ziemlich „altmodische“ Strukturübungen, verpackt in HotPot-Gewand, der Sinn besteht aber darin, diese wichtigen Trainingseinheiten ein bissl spannender zu machen.

Guter Unterricht: Methodenvielfalt ist vielleicht ein wichtiger Aspekt, weil so die Chance größer ist, möglichst viele anzusprechen. Generell, z.B. beim offenen Lernen, haben die Schüler auch gerne etwas zum Angreifen – mit allen Sinnen lernen ist ein gutes Schlagwort. Ich persönlich finde, guter Unterricht ist, wenn die Stunde schnell vergeht, kurzweilig ist, dynamisch und flott organisiert ist und die Schüler nachher sagen können, was sie heute in der Stunde gemacht haben. Und wenn die Schüler teilnehmen/mitmachen müssen, also etwas tun müssen.

Bei der e-LISA academy habe ich (neben vielen lieben Kollegen kennen) gelernt: viel Fachliches (z.B. durch die Kursaktualisierungen), auch einiges an technischen Dingen, die für mich neu waren. Problemlösungsstrategien: Wenn man z.B. einen Anruf mit kniffligen Fragen bekommt, sich einmal darüber klar zu werden, was der Anrufer überhaupt will (ist oft nicht so einfach), dann differenzieren, ob man ein Problem selbst lösen kann, ob man es gleich lösen kann oder man erst Recherchen anstellen muss oder ob man es weiterleiten muss. Anrufer und Mailschreiber erwarten in dir einen kompetenten Ansprechpartner, der du einfach manchmal nicht bist …


Stefanie Thaler

Steffi.JPGIch pendle zurzeit zwischen Wien und Gmünd, zwischen Studium und Schule. Einerseits schreibe ich gerade an meiner Diplomarbeit, andererseits unterrichte ich Deutsch an der HAK Gmünd.

2002 habe ich mein Lehramtsstudium Englisch / Deutsch begonnen. Am Beginn meines Studiums dachte ich noch, dass ich keinen eigenen Laptop benötige. „Wenn ich etwas schreiben muss, dann geh ich auf die Uni“, so dachte ich. Tja … Heute verwende ich den Laptop für alles, ich speichere alle Stundenvorbereitungen elektronisch, ich verwende Zeitungsartikel fast ausschließlich aus den Online-Archiven der Presse, ich gestalte Arbeitsblätter. Die Schere-Kleber-Technik ist passé, nicht zuletzt durch meine Tätigkeit bei e-LISA academy.

Als ich im Oktober zu unterrichten begann, erlebte ich meinen persönlichen IT-„Schock“. Die Schülerinnen und Schüler der IT-Klassen arbeiten fast ausschließlich mit ihren Laptops, auch im Deutschunterricht. Obwohl ich selbst erst vor sechs Jahren maturiert habe, hat sich der Umgang mit den neuen Technologien im Unterricht innerhalb kürzester Zeit stark verändert. Ich erinnere mich an meinen Philosophielehrer; er war der Erste, der mit PowerPoint seine Vorträge gestaltete. Das war natürlich in der Klasse nicht möglich, sondern nur im einzigen Computerraum der Schule im Keller … Und jetzt? Wenn ich das meinen Schülern und Schülerinnen erzähle, lachen sie mich aus. 

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Ein Service von Education Group in Kooperation mit Projekt Onlinecampus Virtuelle PH